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Schätzen

Eine Story ist erst dann planbar, wenn du weißt, wie groß sie ungefähr ist. Betterplan schätzt in Story Points, direkt an der Karte, ohne dass du Zahlen in ein anderes Werkzeug übertragen musst. Aus den Punkten, der Velocity deines Teams und den Kosten pro Iteration errechnet das Estimation Widget laufend, wann du fertig bist und was das kostet. Die Grundlagen, also warum relativ geschätzt wird und was Velocity bedeutet, stehen unter Schätzen: die Grundlagen. Diese Seite zeigt, wie du es in Betterplan tust.

Du musst nicht alles schätzen

Jede Story ohne eigene Schätzung rechnet Betterplan automatisch mit einem vorläufigen Wert, dem Median der vorhandenen Schätzungen. Schätze, wenn eine Story reift, nicht auf Vorrat. Details stehen unter Automatische Schätzung.

Story Points vergeben​

Du schätzt User Stories. Für Dev- und Projekt-Stories sowie Workitems gibt es keine Punkte.

  1. Suche in Prepare eine Story, die noch keine Schätzung hat. In QuickCart ist das zum Beispiel Promo-Codes anwenden in der Spalte Idee. Statt einer Zahl zeigt die Karte ≈ 3: Das ist keine Schätzung von dir, sondern der Median aller bisherigen Schätzungen im Projekt, mit dem Betterplan vorläufig rechnet (siehe Automatische Schätzung). Du musst hier nichts tun, die Story zählt bereits mit.
  2. Willst du selbst schätzen, klicke auf diese Anzeige. Es öffnet sich eine Liste mit Keine Schätzung und den Werten der Skala, von 0 Punkte bis 100 Punkte.
  3. Wähle den Wert. Die Zahl steht sofort an der Karte, und das Widget rechnet neu. Mit Keine Schätzung entfernst du deine Schätzung wieder, dann gilt erneut der vorläufige Wert.
Das Backlog-Kanban mit geöffneter Auswahlliste an der Karte Promo-Codes anwenden; markiert sind die Schätzungsanzeige der Karte (1) und die Liste von Keine Schätzung bis 100 Punkte (2)
Die Auswahl an der Karte: Anzeige (1) und Liste der Werte (2). Ein Klick auf einen Wert speichert die Schätzung. Für die Aufnahme wurde nichts ausgewählt.

Dieselbe Auswahl findest du auf den Karten im Storyboard und in den Details einer Story. Für viele Stories auf einmal gibt es in der Liste die Aktion Schätzung. Die Schätzansicht sortiert Stories nach ihrer Größe und eignet sich zum gemeinsamen Schätzen.

Nur Werte der Skala

Zulässig sind 0, 1, 2, 3, 5, 8, 13, 20, 40, 60 und 100. Einen Wert dazwischen, etwa 4, gibt es nicht, denn er würde eine Genauigkeit vortäuschen, die niemand hat. 0 bedeutet „vereinbart kostenlos“ und ist von Keine Schätzung zu unterscheiden.

Vorläufige Werte statt Lücken​

Welche Stories du selbst schätzt, entscheidest du. Alle anderen zählen mit dem Median, in der Anzeige, im Estimation Widget, in der Prognose und in den Kosten. Das Widget rechnet deshalb auch dann, wenn nur ein Teil des Backlogs eine eigene Schätzung hat. Wie der Wert entsteht, wann sich eine eigene Schätzung lohnt und wie du ihn überschreibst, erklärt Automatische Schätzung.

Das Estimation Widget​

Früher Zugang

Das Widget wird schrittweise freigeschaltet. Siehst du es noch nicht, ist es für deinen Workspace noch nicht aktiv. Die Schätzauswahl an den Karten ist davon unabhängig.

Unten links schwebt eine dunkle Leiste. Sie zeigt auf einen Blick, wo das Projekt steht.

Das Backlog-Kanban mit der dunklen Leiste unten links; darüber der geöffnete Tooltip Schätzdetails mit Fortschritt, Velocity, Iterationslänge, verbleibenden Iterationen, Fertigstellung und den Faktoren S2E und E2I; markiert sind die Punkteanzeige 171/283 SP (1), die Prognose Frühestens in 3 Monaten (2) und der Restbetrag (3)
Das Widget mit geöffneten **Schätzdetails**: erledigte und gesamte Punkte (1), frühester Fertigstellungstermin (2) und voraussichtliche Restkosten (3). Die Beschriftung „written down“ und das Dollarzeichen kommen so aus der Anwendung.
TeilBedeutung
171/283 SPErledigte Punkte von allen Punkten. Es zählen die geschriebenen Stories (siehe Rapid Estimation für die Hochrechnung)
Frühestens: in 3 MonatenPrognose, wann alles erledigt sein kann, aus den Restpunkten und der Velocity
Betrag rechtsVoraussichtliche Restkosten: die für die Restpunkte nötigen Iterationen mal die Kosten pro Iteration

Fährst du mit der Maus über die Leiste, öffnen sich die Schätzdetails: Fortschritt, Velocity, Iterationslänge, verbleibende Iterationen, Fertigstellung sowie die Faktoren S2E-Faktor und E2I-Faktor der Hochrechnung. Das Kreuz in der Leiste klappt sie zu einem runden Symbol zusammen, ein Klick darauf öffnet sie wieder. Ist ein Filter aktiv, rechnet das Widget Punkte, Restpunkte und Betrag nur für die sichtbaren Stories, und ein Dreieck warnt: Die Prognose beruht trotzdem auf der Velocity des ganzen Projekts. So kannst du durchspielen, was ein Ausschnitt kostet (siehe Filter wirken überall).

Voraussetzungen einstellen​

Das Widget braucht ein paar Angaben, sonst fehlen Prognose und Betrag. Du findest sie in den Projekteinstellungen, erreichbar über die Befehlspalette (Einstellungen öffnen) oder über den Link am Ende des Tooltips:

  • Reiter Team: Velocity (Story Points pro Iteration), Iterationslänge (Wochen), Budget und Kosten pro Iteration.
  • Reiter Allgemein, Anzeigeeinstellungen: Schätzdetails anzeigen schaltet das Widget ein und aus. Das Widget erscheint zudem erst, wenn das Projekt Punkte hat.

Schließt du Iterationen ab, ersetzt Betterplan die eingetragene Velocity durch den Durchschnitt der drei zuletzt abgeschlossenen Iterationen. Der Startwert ist also eine Annahme für den Anfang, die sich mit echten Daten von selbst ablöst. Der Dialog zum Abschließen einer Iteration spricht noch von einem Median (Projekt-Velocity (Median)), gerechnet wird mit dem Durchschnitt.

Siehe auch​